Leben Retten

Siril Wallimann/ März 3, 2019/ Allgemein/ 3Kommentare

Heute habe ich das Schreiben dieses Blogs meinem Freund überlassen. Am Montag, 4. Februar 2019, machte Jeffrey eine neue Erfahrung, die wir dir auch empfehlen möchten.

Als mich Siril letztens fragte, ob ich schon mal jemandem das Leben gerettet habe, musste ich nachdenken. An Unfällen war ich zum Glück bisher noch nie selber beteiligt gewesen – sei dies als Helfer oder als Betroffener.

Ihre Frage regte mich aber zum Nachdenken an. Aus diesem Grund überlegte ich mir, wie ich einer anderen Person helfen könnte, ohne mein eigenes Leben dafür in Gefahr zu setzen. Schnell erinnerte ich mich an die zahlreichen Krankenhausaufenthalte von Siril. Bei jedem Gespräch mit der Onkologin waren ihre Blutwerte ein zentrales Thema, da diese wegen der starken Chemotherapie oft nicht im grünen Bereich lagen. Oft war Siril auf Blutinfusionen von fremden Spendern angewiesen. So wurde mir schnell klar, dass ich gerne Blut spenden gehen möchte!

Informationen zur Blutspende

Damit ich meine Idee so schnell wie möglich in die Tat umsetzen konnte, suchte ich im Internet nach dem Samariterverein Unterwalden, um den nächsten Termin für die Blutspende ausfindig zu machen.

Ist dir bewusst, wie wichtig Blutspendeaktionen für Betroffene sind? Ich war überrascht als ich auf blutspende.ch den folgenden Satz gelesen habe: „Vier von fünf Menschen benötigen in ihrem Leben einmal Blut oder ein Medikament aus Blutpräparaten.“ Diese Information schockierte mich ein wenig, da ich mir dessen Wichtigkeit noch nie wirklich bewusst war.

Meine ersten Erfahrungen als Blutspender

Ich war schon ein wenig aufgeregt, als ich im Wartezimmer die benötigten Unterlagen zu meinem Gesundheitszustand ausfüllen musste. Nachdem ich diesen abgegeben hatte, wurde mein Blutdruck gemessen. Der letzte Schritt vor der eigentlichen Spende war das Gespräch mit der Ärztin. Sie erklärte mir den Ablauf und die Nebenwirkungen. Des Weiteren nahm sie eine kleine Blutprobe um zu prüfen, ob ich an diesem Tag überhaupt spenden durfte.

Mit grosser Freude stellte ich fest, dass sehr viele Menschen vor Ort waren, um Blut zu spenden. In diesem Moment waren insgesamt vier Krankenschwester damit beschäftigt, rund 12 Spender/innen Blut abzunehmen.

Nach einer kurzen Wartepause ging es für mich los. Ich wurde mit Traubenzucker und einem kleinen Schokoladenstück für die Blutspende vorbereitet. Bevor mir die Ärztin ein Venflon setzte, desinfizierte sie die dafür vorgesehene Hautstelle. Kurz und Schmerzlos – schon war die Nadel drin.

Ich war völlig überrascht, als mir innerhalb von 4 Minuten und 58 Sekunden 450ml Blut entnommen wurde. Im Anschluss wurde ich dazu angehalten ein paar Minuten aufrecht zu sitzen und mich später bei einem offerierten Getränk und Sandwich zu erholen.

Schlusswort

Der Abend war ein phantastisches Erlebnis für mich. Ich fühlte mich nach dieser Aktion richtig gut. Die Atmosphäre war sehr locker und entspannt. Siril musste lächeln, als wir per Zufall Nadja, eine gute Kollegin von ihr, beim Blutspenden angetroffen haben. Für mich wird es bestimmt nicht die letzte Blutspende gewesen sein!

Hast du auch schon einmal Blut gespendet? Teile uns doch deine Erfahrung im untenstehenden Kommentarfeld mit oder schreibe mir eine Privatnachricht (siril@siril-wallimann.ch). Wir würden uns sehr darüber freuen.

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3 Kommentare

  1. Vor Kurzem wurde ich von meinem Blutspendezentrum angerufen mit der dringenden Bitte, baldmöglichst zur Spende zu kommen. Ich habe die Blutgruppe 0-. Diese werde zur Zeit dringend gebraucht. Nachdem ich mich knapp von einer Erkältung erholt hatte, ging ich sofort spenden. Für mich ein relativ kleiner Aufwand, für die Menschen, die wie Siril damals, darauf angewiesen sind, ein wichtiger Beitrag zum Überleben.

  2. Danke Jeffrey, für diesen detailliert beschriebenen Bericht.

    Da ich selber nicht Blutspenden gehen kann, versuche ich an solchen Events freiwillig zu helfen und einige Jahre arbeitete ich im Blutspendezentrum, im Labor.
    Leider ist es so, dass vielen Menschen die Wichtigkeit des Blutspendens nicht bewusst ist. So auch an dem Tag, als an unserer Hochschule ein Blutspende-Aufruf stattfand. Ein Raum im Toni-Areal wurde mit zahlreichen Liegen für die hoffentlich zahlreichen Besuchern ausgestattet. Leider wurde es nicht gut kommuniziert und der Ertrag lief gering aus.
    Schade, denn eigentlich ist es eine interessante Abwechslung, bei der man etwas Gutes tun kann, wonach man sich danach als Mensch gut fühlt, denn man konnte helfen.
    Es verlief sehr ähnlich, wie Jeffrey beschrieben hat.
    Ich beschreibe kurz den Event im Toniareal:
    – Man sitzt mit anderen möglichen Blutspendern an einem Tisch und füllt ein Formular aus, bei dem gewisse Fragen gestellt werden, um abzuklären, ob man überhaupt geeignet ist oder ob man an diesem Tag Blutspenden darf.
    – Dann kommt man in die «Blutspende-Halle» und darf sich bereits auf eine Liege legen. Das Blutspenden ist angenehm und meist hat man ein schönes und interessantes Gespräch mit der netten Krankenschwester, welche sich bemüht, dass es einem wohl ist.
    – Nachdem man genug Blut gegeben hat, darf man noch ein wenig auf der Liege ausruhen. Man bekommt genug Wasser zum trinken und danach noch eine leckere Schokolade mit auf den Weg. Manchmal bekommt man auch noch ein kleines Give-Away.

    Ich helfe immer gerne mit, denn so kann ich auch meinen Beitrag dazu leisten, um so wundervollen Menschen wie Siril zu helfen.
    Siril: mach weiter so, Du bist eine vorbildhafte, junge Frau, die mit ihrer positiven Art und den beeindruckenden Umgang mit ihrem Schicksal vielen Menschen Mut und Kraft gibt.

    Alles Liebe,
    Fadrina

  3. Als ich jung war habe ich oft Blut gespendet. Heute bin ich leider zu alt, aber ich freue mich, dass auch mein Enkel Blut spendet. Als fleissiger Blutspender hat Jeffrey’s Urgrossvater einst eine Auszeichnung bekommen.

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